Oft wie beispielsweise beim Posenangeln ist die wichtigste Frage, in welcher Wasserzone der Zielfisch steht. Sicher weiß man in der Regel, wo der Lieblingsfisch steht, aber sobald man mal einen anderen Fang landen möchte, muss man sich die Informationen mühevoll zusammensuchen. Wir haben alle gängigen Fried- und Raubfische ermittelt und zeigen, wo sie sich zu welcher Jahreszeit am liebsten aufhalten. Wer einen Hotspot vermisst, kann gerne einen Kommentar hinterlassen.

Fischarten der passende Hotspot

Alle Fischarten haben andere Vorlieben bei der Nahrungsaufnahme. Die Tabelle gibt einen guten Überblick.

ZielfischWassertypWasserzone
AalSüßwasserGrund
AlandSüßwasser / BrackwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
ÄscheSüßwasserGrund / Oberfläche
BachforelleSüßwasserGrund / Oberfläche
BarbeSüßwasserGrund
BarschSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
BrasseSüßwasserGrund
DöbelSüßwasserGrund / Oberfläche
DorschSalzwasserGrund
FlunderSalzwasserGrund
GiebelSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
GoldstriemeSalzwasserMittelwasser / Grund
GüsterSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
HechtSüßwasserGrund
HeringSalzwasserMittelwasser / Oberfläche
HornhechtSalzwasserMittelwasser / Oberfläche
KarauscheSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
KarpfenSüßwasserGrund
MakreleSalzwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
MeerforelleSalzwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
NaseSüßwasserGrund
PlattfischSalzwasserGrund
QuappeSüßwasserGrund
RapfenSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
RegenbogenforelleSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
RotaugeSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
RotfederSüßwasserOberfläche
SchleieSüßwasserGrund
ScholleSalzwasserGrund
SeezungeSalzwasserGrund
StörSüßwasserGrund
TobiasfischSalzwasserGrund
WelsSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
WolfsbarschSalzwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche
ZanderSüßwasserGrund / Mittelwasser / Oberfläche

Aal Standort

Den Aal findet man in fast allen Flüssen und Seen. Wichtig ist, dass der Aal kein standorttreuer Fisch ist und zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Rückzugsorte und Futterplätze hat. Damit gibt es nicht den einen Hotspot. Hier hält er sich vorwiegend an besonderen Verstecken und Schutzstellen auf. Dazu zählen Steinpackungen, versunkene Bäume, Gewässerkanten und auch Seerosenfelder. Mehr Informationen bekommt ihr im Beitrag Aalangeln. Sobald die ersten wärmeren Temperaturen im März beginnen, kann man auch im flachen und stehenden Wasser die ersten Bisse erhalten. Von April bis Mai gehen sie meistens in die ruhigeren Seitengewässer. Gerade im Altwasser, flachen Gräben und kleinen langsameren Bächen hat man hier gute Chancen.

Aalangeln

Mit dem Juni werden die Flüsse deutlich wärmer und sobald das Wasser steigt, hat man erhöhte Fangquoten. Wer im Juli bis August loszieht, der sollte ein Gewitter abwarten. Sobald das Gewitter abgezogen ist startet der Fressrausch. Wenn der Herbst langsam beginnt, dann suchen sich die Aale wieder ruhigere Gewässer, welche nicht so kalt sind. Altarme mit wenig Strömung sind erfolgsversprechend. Ab November kann man trotz kalter Temperaturen immer noch gute Fänge beobachten, aber die Chancen sinken langsam.

Aland Hotspot

Bis auf den eisigen Winter hat man das ganze Jahr über gute Chancen einen Aland zu fangen. Aber auch hier gilt, dass die beste Stelle nach Jahreszeit variiert. Im Frühjahr beginnt der Aland zu seinen Laichplätzen aufzusteigen. Dann findet man ihn in Bächen, Gräben, Fließen und kleinen Zuflüssen, welche sandig-kiesigen Bodengrund haben. Das Ablaichen kann schon mal bis zum Juni dauern, dann wandert der Aland wieder in größere Flüsse und Seen. Aber auch die Ausnahme kann die Regel sein, denn einige Exemplare bleiben in den kleinen Gewässern. Sobald die Wassertemperatur steigt, findet man sie nicht mehr nur am Grund, sondern sie kommen zur Nahrungsaufnahme auch an die Oberfläche und in den Uferbereich.

Besonders gute Chancen hat man dort, wo eine üppige Ufervegetation durch Bäume oder Büsche zu finden ist. Aber auch an Brückenpfeilern, Treibgut und Booten, also im Hafen, sind gute Hotspots. Solange es hier reichlich Nahrung in Form von diversen Fliegen gibt, bleiben sie auch in diesem Bereich. Sollte die Nahrungsquelle ausgehen, dann geht es wieder in größere Gewässertiefen oder Flüsse mit reichlich Strömung. Spätestens ab dem Herbst ziehen sie sich vom Ufer zurück. Wer hier noch sein Glück beim Aland angeln versuchen will, der sollte es jetzt mit einem Kunstköder versuchen.

Äsche angeln

Die Äsche ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein echter Genießer. Sie zeigt sich selbst auf Sichtkontakt mit Anglern wenig scheu. Kleine Ansammlungen der Fische sind in Gewässern mit gleichbleibender Strömung zu finden. Dabei bevorzugen sie als Bodengrund feinen Kies. Gerade in Flüssen, die schnell fließen und sehr sauerstoffreich sind, hat man die größten Erfolge. Sie ernährt sich nicht nur am Gewässergrund von Larven, sondern auch an der Wasseroberfläche von Anflugnahrung. Also ein Geheimtipp für Fliegenfischer. Während vom Frühjahr bis Herbst die Kost eher leicht ist, vertilgt die Äsche im Winter schon mal herzhaftere Kost am Grund des Gewässers.

Bachforelle Hotspot

Um die Bachforelle zu angeln, kann schon mal ein wenig Aufwand erforderlich sein. Denn der galante Räuber bevorzugt Stellen, an denen sie Schutz hat. Wo ein starker Angeldruck herrscht, ist es oft schwierig, eine Forelle an den Haken zu bekommen. Da bleibt einem dann nichts weiter übrig, als durch Sträucher und Hecken zu krauchen, um die beste Stelle zu finden. Hier sollte man nach den tiefsten Stellen im Bach Ausschau halten. Die tiefen Stellen kann man in der Regel leicht mit dem bloßen Auge ausmachen, denn sie unterscheiden sich farblich. Rinnen, Löcher und Ausspülungen erkennt man an dunkler Wasserfarbe. Besonders im Frühjahr sieht man sie auch in flachen Bereichen und kann sehr gut mit einem Köder in der oberen Wasserzone arbeiten, oder natürlich beim Fliegenfischen einen Erfolg erlangen.

Barben finden

Auch die Barbe mag eine kräftige Strömung. Mit ihren Barteln spürt sie verlässlich die Nahrung am Grund auf. Hier bietet sich das Feedern an. In der Dämmerung hat man übrigens bei der nachtaktiven Barbe die besten Chancen. Bisse an der Oberfläche sind eher selten.

Barsch der optimale Angelplatz

Wer den Hotspot für Barsche sucht, der muss  zwischen den Jahreszeiten und dem Alter der Barsche unterscheiden. Ältere kapitale Barsche sind oft Einzelgänger und gehen ins tiefere Wasser. Hier suchen sie Orte mit besonderen Strukturen auf. Das kann beispielsweise ein Barschberg sein, aber auch andere typische Stellen, wie Brückenpfeiler, Treibgut, Bäume oder Boote. Kleinere Jungfische findet man in der warmen Jahreszeit im flachen Uferbereich als Gruppe.

Barschstelle

Wie immer beim Raubfisch gilt es, Stellen zu suchen, an denen sich die Beutefische tummeln. Also brauchen wir kleine Friedfische. Obwohl man zugeben muss, dass gerade der Barsch auch mal seine Artgenossen verputzt. Übrigens jagen mittelgroße Exemplare auch gerne in der Gruppe und wenn man einen Barsch an der Angel hat, dann sollte man sie schnell wieder auswerfen, bevor der Fressrausch vorbei ist. Mehr Infos gibt es im passenden Beitrag Barsch angeln.

Brassen fangen

Sicherlich ist die Brasse nicht gerade der beliebteste Fisch, aber ein kapitaler Blei kann dennoch Laune machen. Im Frühjahr bevölkern die Schleimer in großen Schwärmen das flache Wasser um zu laichen. Hier gilt es, den wärmsten Teil des Wassers zu finden. Aber nicht nur im Uferbereich finden sich solche Stellen, sondern auch weiter draußen bei Sandbänken. Auch hier schadet Anfüttern nicht. Alle Infos zum Thema gibt es unter Brassen angeln.

Brassen angeln

Döbel der richtige Spot

Bei Karpfenanglern auch nicht sehr hoch im Kurs, aber trotzdem ein beliebterer Zielfisch als die Brasse. Der Döbel ist sehr vorsichtig und wird bei der kleinsten Ungereimtheit seine Kollegen warnen. Man findet den Döbel in fast jedem Gewässer, allerdings hat man die besten Optionen, wenn man sich große Bäche mit stärkerer Strömung aussucht. Wenn die Sonne scheint, kann man mit einem aufmerksamen Auge den Döbel beim Sonnenbad an der Oberfläche beobachten. Auch die Jahreszeiten haben Einfluss auf den Standort.

Je wärmer das Wasser wird, desto mehr kommt der Döbel ins flache Wasser. Dann kann man im Fluss nach einer ruhigen Stelle suchen und wird sicher fündig. Die Köder werden langsam präsentiert, da der Döbel in den meisten Fällen keiner von der schnellen Sorte ist. Im Sommer erwachen sie dann aus ihrem Schönheitsschlaf und werden richtig aktiv. Sucht nun nach einem Uferbereich mit viel Sauerstoff im Wasser und Schatten spendenden Sträuchern oder Bäumen. Im Herbst und Winter gehen die Fänge deutlich zurück und man sollte sich, sofern man kein Döbel-Fanatiker ist, einen anderen Zielfisch suchen.

Dorsch Hotspot

Der Dorsch frisst das ganze Jahr durch im Meer, aber einige Monate sind besser als andere. Vor allem ändern sich mit der Temperatur, dem Wetter und der Jahreszeit die Hotspots für Dorsche. Wenn es richtig kalt ist, dann geht der Dorsch in extreme Tiefen, wo es schwierig wird, ihm nachzustellen.

Man sollte immer im Auge behalten, dass auch der Dorsch eine Laichzeit hat und diese gilt es zu respektieren. In der Regel beginnt die Vorbereitung darauf im Februar und geht bis Ende April. Übrigens sollte man nicht nur aus Gründen des Artenschutzes in dieser Zeit auf das Dorschangeln verzichten, sondern auch weil das Fleisch zu dieser Zeit wenig schmackhaft ist.

Dorschangeln

Dafür kann man sich dann ab dem Mai wieder frei austoben. Wer kein Boot nehmen will, sondern beim Brandungsangeln Erfolg haben möchte, der sollte es in den Abendstunden versuchen. Wenn das Wasser zu warm ist, dann erlebt man häufig eine Beißflaute. Sobald das Wasser unter 15° C sinkt, erlebt man schöne Fänge. Der Dorsch steht als Gruppe nahe dem Grund.

Flunder wo steht sie?

Näher am Grund als die Flunder kann man wohl kaum sein. Doch wer jetzt denkt, dass er weit draußen im tiefen Wasser angeln muss, um eine Flunder zu fangen, der irrt sich. Man kann die Flunder nicht nur vom Boot im tiefen Wasser an den Haken bekommen, sondern auch beim Brandungsangeln in hüfthohem Wasser. Ob an Stränden, Molen, Hafenbecken oder Brackwasserbuchten in der Ostsee, überall ist die Flunder vertreten.

Tagsüber sind die Fische nicht sehr bissig, aber mit Einbruch der Dämmerung werden sie aktiv und bekommen Hunger. Wer es tagsüber versuchen möchte, der sollte sich dunkle Herbsttage aussuchen. Von Februar bis April haben die Flundern Schonzeit. Die besten Fänge hat man Ende Juni bis Anfang September. Von Oktober bis November geht die Fangquote langsam zurück, aber ist auch noch erträglich.

Wo findet man den Giebel?

Der Giebel ist überall im Wasser anzutreffen. Hier gibt es keine bevorzugte Gewässertiefe oder Gewässerzone. Den Giebel findet man im Süßwasser und Brackwasser. Da der Giebel nicht nur Pflanzen mag, sondern auch kleine Bodenlebewesen, ist das Grundangeln einen Versuch wert. Wer sich den Giebel als Zielfisch aussucht, sollte kleinere schlammige Gewässer suchen. Kleine Tümpel, Teiche, welche Schilfkanten, viel Kraut und Seerosen bieten sind die richtigen Stellen.

Goldstrieme – die beste Stelle

Wer findet die kleine Goldstrieme? Die Goldstrieme ist nur im Meer unterwegs und ein reiner Pflanzenfresser. Sie ist tagaktiv und in der Nordsee nur sehr selten zu finden. Man findet sie in der Regel in großen Gruppen über Seegraswiesen. Doch Vorsicht, wenn die Goldstrieme Gefahr wittert, dann ist sie und die Gefolgschaft weg, auf dem Weg ins tiefe Wasser.

Güster Hotspot

Der Güster kommt in allen Süßwasser-Gewässern vor, wobei er stille und langsam fließende Abschnitte bevorzugt. Aber auch in Binnenflüssen, Häfen, Altarmen und gemäßigten Buhnenzonen wird man fündig. Oft trifft man auf größere Schwärme. Die Nahrungsaufnahme findet am Grund statt.

Hecht Standort

Den Hecht zu finden ist leichter als man denkt. Hechte halten sich wie alle Räuber immer in der Nähe von kleineren anderen Fischen auf, um sie als Futter zu nutzen. Im Frühjahr gibt der Hecht seinem Fortpflanzungstrieb nach und begibt sich in den Uferbereich um abzulaichen. Aber auch kurz nach der Laichzeit, wenn man den Esox wieder fangen darf (Schonzeit), findet man ihn dort noch. Im Winter geht der Hecht ins tiefere Wasser und ist auch sehr träge. Wie im Beitrag Angeln im Winter zu lesen, ist es dort einige Grad wärmer. Im Winter sucht der Hecht warmes Wasser, im Sommer sucht er kaltes Wasser.

Hechtangeln

Sehr junge Hechte die noch nicht sehr groß sind, haben ein ausgeprägtes Schutzbedürfnis. Denn sie zählen in diesem Alter selber auf der Speisekarte der großen Hechte. Erst wenn sie ausgewachsen sind, werden sie keinen Fressfeind außer dem Menschen mehr haben. Daher findet man sie oft auch in flachen Gewässern und Randbereichen. Auch der Hecht liebt besondere Strukturen: Orte an denen er seiner Beute nachstellen kann, aber auch die absolute Kontrolle. Daher findet man ihn oft an Abbruchkanten, Schilfbereichen, Seerosenfeldern, versunkenen Bäumen, Stegen und Buchten. Mehr Infos bekommt ihr im Beitrag Hechtangeln.

Heringe Hotspot

Heringe fängt man am besten im Norden an der Ostsee und Nordsee. Sobald es ab März wärmer wird, geht bis zum April die Hauptsaison der Heringsjagd los. Im Frühjahr beginnen die Heringe in großen Schwärmen an die Küste zu ziehen. Einen genauen Termin gibt es nicht, mal sind es ein paar Tage früher, mal einige später. Aber sie kommen jedes Jahr. Meistens verspätet sich die Ankunft, wenn der Winter besonders hart war.

Die Schwimmhöhe des Herings richtet sich nach der Höhe seiner Nahrungsquelle, dem Plankton. Die Meereshöhe und Stelle, wo das Plankton zu finden ist variiert durch Wetter, Licht und Temperatur.

Wo ist der Hornhecht?

Im Frühjahr ziehen die Hornhechte an die Küsten, um zu laichen. An der Ostsee beginnt ungefähr ab Mai die Hornhecht- Zeit an der Ostseeküste, wo sie sich an kleinen Fischen und Garnelen stärken. Wenn die Hornhechte erstmal da sind, dann gehen sie relativ leicht an den Haken. Wenn der Hornhecht nicht an der Küste ist, dann zieht er in die Tiefen des Atlantiks. Die Zeit kann auch hier immer um ein paar Tage abweichen. Eine gute Faustregel ist: Wenn der Raps im Norden Deutschlands blüht, dann sind die Hornhechte da. Hüfttiefes Wasser, Seegrasbänke und Sandböden sind ideale Standorte.

Karausche der Warmwasserfisch

Wer eine Karausche fangen will, der liebt den Sommer. Die beste Zeit für Karauschen ist, wenn es warm ist, also vom Frühjahr bis zum frühen Herbst. Gerade in flachen, krautigen, schlammigen Gewässern hat man gute Chancen. Sogar in kleineren Teichen findet man teilweise diesen Fisch. Der Fisch konkurriert beim Futter ununterbrochen mit dem Karpfen. Wenn die Karausche ausgewachsen ist, dann kann man sie meistens als Nachtschwärmer am späten Abend oder frühen Morgen angeln. Gerade an Schilfkanten wird man oft fündig.

Hotspot für Karpfen

Oft muss man gar nicht die Sandbank in der Mitte des Sees finden, um den Karpfen zu überlisten. Wer eine steile Uferkante findet, der kann bereits mit Bissen rechnen. Wer weiter raus will, sollte das Echolot einpacken oder über eine Gewässerkarte verfügen. Sandbänke und Rinnen sind ideale Fundorte für kapitale Karpfen. Aber natürlich ist auch der Angelplatz an Seerosenfeldern beliebt. Diese bieten dem Rüssler nicht nur Schutz, sondern auch reichlich Nahrung. Aber nicht nur die abgelegenen Orte kommen in Frage: Eine Hafendurchfahrt ist immer einen Versuch wert. Auch Vegetation wie Büsche und Bäume sind gute Ansatzpunkte. In unserem Beitrag lest ihr mehr zum Karpfenangeln.

Karpfenangeln

Makrele fangen

Die natürliche Grenze des Lebensraums der Makrele ist die Tiefseekante der Nordsee. Die Makrele ist ein Atlantikfisch und bevorzugt warmes Wasser. Als große Schwärme ziehen die Makrelen im Sommer sehr nahe der Wasseroberfläche entlang. Solange es im Sommer sehr warm ist, hält sie sich überwiegend im Küstenwasser auf. Sobald das Winterhalbjahr beginnt, findet man den Fisch in mehreren hundert Metern Wassertiefe.

Meerforelle finden

Die Meerforelle gehört zur gleichen Spezies wie die Bachforelle. Nur ist sie nicht so standorttreu wie eine Bachforelle und lebt den ersten Lebensabschnitt in Flüssen und Bächen. Nach zwei Jahren kann man die Meerforelle dann auch durch ihr silbriges Kostüm eindeutig von der Bachforelle unterscheiden. Dann ist sie bereit ins Salzwasser zu ziehen. Durch das hohe Nahrungsaufkommen, welches sie dort im Smolt findet, legt sie eine schnelle Wachstumsphase hin. Nach einem Jahr Aufenthalt im Salzwasser geht es zurück in die Flüsse, um am Ort ihrer Geburt abzulaichen.

Die Nase jagen

Gerade an Gewässern, wo eine starke Strömung zu finden ist, liegen die beliebten Orte zum Angeln von Nasen. An Wehren und Mühlschüssen ist das Wasser besonders sauerstoffreich und läd die Nasen zum Schwimmen ein. Hier wird man sie zwischen Algen am Grund entdecken. Geangelt wird mit besonders kleinen Ködern. Im Frühjahr bis Sommer hat man die besten Fangchancen. Wer in der Laichzeit von März bis April versucht sie zu fangen, wird kein Glück haben, da sie in dieser Zeit fast nicht fressen.

Plattfisch beste Stelle

Plattfische mögen Wasser, welches vom Wellenschlag leicht angetrübt ist. Hier jagen sie sogar tagsüber im flachen Wasser und sind besonders leicht zu angeln. Damit man auch sicher geht, dass Plattfische vor Ort sind, muss man die Gewohnheiten der Plattfische kennen. Plattfische mögen auch besonders Strukturen. Leider hilft einem ein Echolot nur bei der Auswahl bei der möglichen Stelle, aber nicht beim Finden der Fische. Plattfische sind auf dem Echolot nicht erkennbar. Die Suche eröffnet man am besten mit langsamen Driften. Mehr Infos zum Brandungsangeln findet ihr im entsprechenden Beitrag.

Quappen schnappen am richtigen Ort

Sobald es kalt wird und die Tage im Winter kürzer werden, warten die meisten Angler eigentlich nur darauf, dass die Wassertemperatur unter 10° C fällt und man zum Quappen schnappen starten kann. Tiefe Stellen im Flusslauf und Flussmündungen sind gute Orte, um den Fisch zu finden. Weitere beliebte Orte sind Hafenausfahrten, Einläufe und Wehre. Aber seid gewarnt, nicht jedes Gewässer beherbergt Quappen. Deutlich mehr Informationen gibt es im Beitrag Quappenangeln.

Quappenangeln

Rapfen suchen

Im Sommer findet man den Rapfen im fließenden Gewässer. Hier mag er es, wenn eine starke Strömung herrscht. An Schleusen, Wehren und und Wassereinläufen, welche besonders kaltes Wasser führen, trifft man sie häufig an. Wer eine Buhne findet, an der eine Strömungskante oder Kehrwasser zu finden ist, hat den richtigen Riecher. Vom Sommer bis Herbst hat man die besten Fangchancen. Manchmal rauben die Rapfen leider sehr weit weg vom Ufer, dann braucht man die passende Ausrüstung.

Regenbogenforelle angeln

Eigentlich ist die Regenbogenforelle kein einheimischer Fisch, da sie aus Nordamerika kommt. Die Regenbogenforelle ist deutlich robuster als die deutsche Bachforelle und hat unter anderem aus diesem Grund das Vorkommen der Bachforelle selten gemacht. Die Regenbogenforelle liebt sauerstoffreiches Wasser, dabei spielt es keine Rolle, ob es stark fließend oder stehend ist. Wer sein Glück im stehenden Gewässer versucht, der sollte den Einlauf von Frischwasser finden, wie beispielsweise einen kleinen Bach oder die Speisung durch Grundwasser.

Die Wassertemperaturen sollten 24° C nicht übersteigen. Gerade in der freien Strömung der Flussmitte ist man häufig erfolgreich. Dicht über dem Grund kann man sie in flachen Wasser oft schon mit dem Auge erkennen. Tiefe Stellen und schäumendes Wasser locken die Regenbogenforelle förmlich an. Thematisch passend der Beitrag Forellenangeln.

Rotaugen Hotspot

Das Rotauge oder auch Plötze findet man eigentlich in jeder Wassertiefe. Gerne versammeln sie sich in großer Zahl unter Seerosenblättern, aber lassen auch sonst keine Stelle im See aus, vom Grund über das Mittelwasser bis zur Oberfläche. Kleine Flüsse, in denen Barben zu finden sind, bieten besonders viele Plötzen. Auch Baggerseen sind gute Fangorte. Die Angeltiefe variiert oft in unterschiedlichen Jahreszeiten. Während die Plötzen im Sommer gerne bis zum Ufer kommen, findet man sie im Winter in der Regel in großen Wassertiefen oder an geschützten Stellen. Wenn der Hochsommer das Wasser zu sehr erhitzt, wird auch gerne eine kühle Strömung aufgesucht. Die dicksten Rotaugen fängt man im Herbst und Winter.

Eisangeln auf Friedfisch

Rotfeder fischen

Die Rotfeder findet man meistens als Schwarm im flachen Wasser, wie beispielsweise im Uferbereich. Hier mögen sie langsam fließende Standorte, welche einen weichen Bodengrund bieten und üppigen Pflanzenwuchs. Auch das Ablaichen findet im Kraut des Ufers in der Zeit von April bis Mai statt.

Schleie bester Platz

Wer die Schleie sucht, sollte einen Gewässerabschnitt finden, welcher nicht so reich von Karpfen besiedelt ist. Sie konkurrieren ebenfalls mit dem Karpfen um Nahrung und Schutz. Die Schleie liebt grünen Bewuchs. Wasserpflanzen, umgekippte Bäume und verwurzelte Ufer sind ideale Standorte. Starker Pflanzenwuchs, dichte Seerosenblätter in größeren Buchten und auch Gräben mit viel Kraut sind ideale Ziele für einen Angelausflug. Die Nahrung wird am Boden per Kopfstand aufgenommen. Daher empfiehlt sich eine Liftmontage.

Scholle fangen

Der Hotspot für einen guten Schollenfang findet sich am Grund von flachem bis mitteltiefen Wasser. Wer Schwierigkeiten hat, die Scholle von der Flunder zu unterscheiden, dem sei gesagt, dass die Scholle nicht nur rote Punkte hat, sondern auch deutlich glattere Haut. Große Exemplare findet man meistens in größerer Tiefe auf Bänken. Die maximale Meerestiefe liegt bei ungefähr 120 Metern, oft aber auch nur 60 Metern. Kleine Fische fängt man in der Nähe vom Strand. Wann man am besten Scholle fängt, braucht man wohl keinem Angler erzählen. Wir alle freuen uns jedes Jahr auf die Maischolle. Große Exemplare kann man von Mai bis Juli fangen, kleinere auch noch bis in den September. Man sollte mindestens eine Gewässertiefe von 10 Metern suchen.

Seezunge angeln

Die Seezunge kann man von der Nordsee über das Mittelmeer bis hin zu Teilen Nordafrikas befischen. Hier leben sie in der warmen Jahreshälfte nahe der Küste, an Stellen, welche besonders sandig sind. Geangelt wird in einer Tiefe von 5-100 Meter. Sobald das Wasser kälter wird, geht die Zunge in tiefere Gewässer. Da die Seezunge nachtaktiv ist, sollte man in der Dämmerungsphase Jagd auf sie machen. Tagsüber verstecken sie sich im Sand.

Stör Hotspot

Den Stör sollte man an der tiefsten Stelle des Sees suchen. Man kann den Stör sowohl in der warmen als auch in der kalten Jahreszeit angeln. Da die meisten in einem Fischteich oder See angeln werden, hilft der Betreiber immer gerne, die beste Stelle zu finden. Der Stör ist ein katadromer Wanderfisch, welcher zur Fortpflanzung die Binnenflüsse hochwandert, um dort abzulaichen. Gerade in Flüssen, welche Zugang zum Meer haben, findet man den Hotspot vom Stör. Mehr Infos zum Stör angeln findet ihr auf unserem Blog.

Stör angeln

Tobiasfische fangen

Der Tobiasfisch wird auch als kleiner Sandaal bezeichnet. Drei Arten dieser Sandaale leben in der Nordsee und Ostsee. Wenn die Tobiasfische Gefahr wittern, dann sind sie genauso schnell,wie sie gekommen sind, im Boden verbuddelt. Man findet sie sogar an trockengefallenen Sandbänken im Tidemeer bis die Flut sie wieder frei gibt. Im Sommer findet man sie in großen Schwärmen an der Küste. Sobald es kalt wird, geht die Reise ins tiefe Wasser. Der Tobiasfisch ist ein hervorragender Köderfisch für diverse Räuber im Meer.

Welse finden

Der Wels, auch als Waller oder Gigant der Flüsse bekannt, siedelt sich besonders gerne an stark verkrauteten Gewässerkurven an. Hier fließt das Wasser deutlich langsamer und der Waller kommt leicht an Nahrung heran. Der Wels bekommt zwar beispielsweise in der warmen Jahreszeit am Grund langziehende Meeresäschen-Schwärme reichlich Nahrung, aber sagt auch zu einer ordentlichen Portion an der Oberfläche nicht Nein. Damit der Wels keinen Verdacht schöpft, kann man mit einem Belly Boot besonders lautlos den Fluss hinabgleiten und den Hotspot finden. Sobald man flüchtende Beutefische bemerkt, sollte man seine Angelrute auswerfen.

Wolfsbarsch jagen

Sobald das Wasser im an den britischen Inseln sich im frühen Sommer zu erwärmen beginnt, fängt die Wolfsbarsch Saison an. Diese großartige Fangzeit geht bis zum Ende August. Wer es weiter weg liebt, wird im Oktober und September in England und Frankreich oder weiter südlich fündig. Gerade in abgelegenen Gewässerzonen und bei rauen Wetterbedingungen ist man besonders erfolgreich bei der Jagd. Sobald der Beutezug des Wolfsbarsch in den Abendstunden beginnt, wird man ihn nahe der Küste finden.

Tagsüber sind die Fänge eher selten und nur wenn der Himmel sehr dunkel ist. Da man mit dem Boot besonders weit raus kann, bleibt einem tagsüber nichts anderes übrig als einen Bootstrip zu machen. Aber das Ziel und der perfekte Hotspot müssen gar nicht immer weit draußen sein, oft hat man auch an Häfen und Brackwasserläufen gute Chancen. Früher waren Bisse an der Nordsee sehr selten, aber laut verschiedener Berichte kommen sie immer häufiger vor, besonders wenn es sehr warm ist.

Zander an den Haken bekommen

Oft tun sich Angler schwer, den richtigen Hotspot für Zander zu finden. Tagsüber lebt der Zander eher am Gewässergrund. Hier muss man wie beim Barsch die besonderen Strukturen finden. Der Barschberg ist ein willkommener Ort mit guten Fangchancen. Aber auch Buhnen, Felsvorsprünge und Flussbetten sind sehr erfolgreich. Sobald die Temperaturen durch den Sommer nach oben steigen, findet man ihn am leichtesten in der Hauptströmung im Freiwasser. Wenn die Temperaturen niedriger werden, dann sollte man nach tieferen Löchern Ausschau halten. Wer mehr übers Zander angeln wissen möchte, der liest unseren Beitrag.

Zanderfang

Fazit zum Hotspot

Viele Fische haben unterschiedliche Bedürfnisse und Gewohnheiten. Raubfische findet man in der Regel nie zu weit weg von kleineren Friedfischen. Wer seine Fangchancen deutlich erhöhen will, der sollte sich genau über den Zielfisch informieren, damit man nicht als Schneider nach Hause geht.

Wo stehen welche Fische? – der richtige Hotspot
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