Heute geht es ums Schleien angeln. Wer in der kalten Jahreszeit die Angelausrüstung im Schrank verstaut hat und auf Angeln im Winter keine Lust hat, wer an nichts anderes denken kann als an das Ende der Schonzeit und die neue Raubfischsaison (ja, ich rede von mir), der sollte mal darüber nachdenken, sobald die erste Frühlingssonne kommt, Schleien angeln zu gehen. Denn kein Friedfisch ist mit der Schleie vergleichbar. Die Schleie, unter Angelfreunden auch als Moosgrüne, bekannt, ist nicht nur äußerst schmackhaft und unglaublich schön, sondern stellt selbst geübte Angler vor eine starke Herausforderung. Damit ihr demnächst sagen könnt, dass ihr nicht nur die dickste und längste Angel habt, sondern auch ein echter Schleienangler seid, haben wir die besten Tipps und Tricks zur Angeltechnik und Montage gesammelt.

Der Biss der Schleie, weil so schwierig und selten, ist ein echter Nervenkitzel. Ein tolles Gefühl, wenn die Pose anfängt, kleine Wellen zu schlagen, man sich unsicher ist, ob es ein kleines Rotauge, ein Karpfen oder eine schöne Schleie ist. Wer mit einer Liftmontage arbeitet, wird sein Glück kaum fassen, sobald die Pose aus dem Wasser auftaucht. Hat die Schleie den Köder bereits verschluckt oder wollte sie ihn nur kurz inspizieren? Wann setze ich den Anhieb? Wer zu lange wartet, riskiert, dass die Schleie in ihre Welt, den Unterwasserpflanzen-Dschungel abtaucht. Damit der Tag am Wasser euch nicht zum Schneider macht und ihr so wenig wie möglich an Bissen der falschen Fische habt, gibt es nun eine geballte Ladung Infos.

Schleie angeln Köder

Schleie anfüttern, aber gezielt

Es gibt mehrere Köder, mit denen man die Mossgrünen beim Schleien angeln überlisten kann, doch man sollte immer zwei Grundregeln beherzigen:

  1. Anfüttern ist Pflicht, aber auf die passende Mischung kommt es an
  2. Je kälter das Wasser ist, desto kleiner sollte man die Würmer wählen

Als erstes geht es daran, den Tisch zu decken und die Schleien an den gewünschten Ort zu locken. Dabei gibt es ein kleines Problem, denn was bei der Schleie ganz oben auf der Speisekarte steht, schmeckt auch anderen Fischen gut. Gerade kleine Friedfische und Karpfen machen der Schleie immer wieder das Futter streitig. Durch die Wahl des richtigen Lockfutters, kann man die Chancen, dass der falsche Fisch beißt, deutlich verringern. Ein Trockenfutter zieht auch andere Friedfische in großen Schwärmen und Gruppen an den Angelplatz.

Alternative Lockmittel

Wer nicht auf die Erde-Wurm-Mischung vertrauen will, der sollte aber zumindest auf einen starken Duft setzen. Eine Futtermischung mit Maden, Mais und Wurm angereichert, ist besonders effektiv. Diese Kombi geht aber nur, wenn der Weißfisch-Bestand nicht zu hoch und lästig ist. Die Schleie fühlt sich nicht wohl, wenn sie nicht mehr getarnt ist. Gerade in Fällen, wo zu viel mit Mais angefüttert wurde und ein dichter gelber Teppich aus Mais am Boden liegt, wird man selten eine Schleie antreffen. Dieses Wissen kann man sich auch beim Anfüttern zunutze machen. Wer bei der Futtermischung auf ein besonders dunkles Paniermehl setzt, der wird belohnt. Schon im Supermarkt gewesen und aus Versehen helles Paniermehl gekauft? Nicht fluchen, kein Problem! Wir machen die Mischung einfach mit Erde dunkler.

Geduld mitbringen

Wer jetzt angefüttert hat, die Weißfischschwärme sind gekommen und ihr denkt, was hat Angelwissen da wieder in seinem Beitrag geschrieben, der muss dem Grundfutter noch etwas Zeit geben. In den meisten Fällen hat man auch bei Lockfutter, welches eigentlich andere Fische wie die Plötze fernhalten soll, diese am Platz und muss abwarten, bis die Schleien auftauchen. Diese können sich am Futter gegen Weißfische gut behaupten, nur der Karpfen kann sie wirklich verdrängen. Nach mehr oder weniger Wartezeit sollten auch die Schleien eintreffen. Da auch die Schleie ein starker Futterneider ist, wird eine Schleie weitere Artgenossen herbeiführen und die Weißfische werden vor der sehr kräftigen Schleie davonschwimmen.

Eine weitere Möglichkeit beim Anfüttern ist es, mit Maden pur zu locken. Diese locken deutlich weniger falsche Zielfische an den Futterplatz als andere Futtermischungen. Genauso verhält es sich mit Mais und Boilies, aber denkt dran, zu viel Mais vertreibt die Schleie, also baut keine Teppiche.

Wurm statt Trockenfutter

Deswegen lassen wir auch die Trockenfuttermischung in der Tüte und setzen auf Würmer und Erde. Genauer gesagt zerschneiden wir Würmer in kleine Stücke und mischen sie mit der Erde. Die Erde sollte möglichst locker sein und sich leicht zu einem Klumpen formen lassen. Am besten fahrt ihr, wenn ihr die Würmer mit der Erde mischt, in der sie auch waren. Die Würmer kommen möglichst tief in den klumpen hinein, so haben kleine Friedfische keine Chance sie alle aufzuessen. Die Schleie wird den Klumpen Erde schnell auseinander pflücken. Hierbei darf man nicht ungeduldig werden, denn die Schleie wird eine Weile brauchen um zum Kern des Erdballs vorzudringen.

Wenn ihr angefüttert habt und dann denkt, man könnte den Tisch nochmal decken, damit die Schleien am Ort bleiben, dann begeht ihr den gröbsten Fehler beim Schleien angeln. Nämlich, dass ein wuchtiger Ball Futter aufs Wasser knallt und die scheuen Schleien den Rest des Tages vertreibt. Hier ist es besser, etwas aufgequollenen Hanf oder leichte Pellets an den gewünschten Ort zu bringen. Diese sind deutlich leichter und werden nicht so viel Lärm machen, wenn sie auf dem Wasser landen. Wie auch beim Karpfenangeln kann man das Lockfutter und die Köder mit einem Aroma-Spray aufwerten.

Es gibt leider nicht das ultimative Lockfutter, denn auch Schleien lieben die Abwechslung. Aber man kann im Allgemeinen sagen, dass beim Schleien angeln intensive Gerüche punkten. Man muss aber nicht immer zum fischigen Aroma greifen, auch süße, fruchtige und herbe Geschmacksrichtungen bringen gute Fänge. Versucht doch mal Hanföl als Lockstoff.

Die besten Köder für Schleien

An erster Stelle muss man sagen, dass Schleien so ziemlich alles fressen, aber es einige Köder gibt, die besser fangen als andere. Hierbei muss man auch auf das Gewässer achten. Schleien mögen zwar einen Abwechslungsreichen Speiseplan, aber scheuen sich neue Sache auszuprobieren. An Gewässern, an denen auf Karpfen geangelt wird und die Schleien an Mais gewöhnt sind, wird man sie auch damit an den Haken bekommen. Wenn diese Speise den Moosgrünen fremd ist, wird man eine miserable Fangquote haben.

Schleie gefangen

Um zu verstehen wie die Schleie beim Futter tickt, sollte man sich als erstes die Nahrung der Schleie in der Natur ansehen. Hier ernährt sie sich überwiegend von Insekten, Schnecken, Würmern und Pflanzenteilen, welche sie im schlammigen Boden finden. Diese Nahrungsmittel sind meistens ziemlich klein und unauffällig. Das kann man bei der Wahl des passenden Köders auf jeden Fall berücksichtigen.

Zum Schleien angeln punkten nicht nur Naturköder, sondern auch Boilies. Wer nichts fängt, sollte beim Schleien angeln nicht nur über den richtigen Spot nachdenken, sondern auch mal den Köder wechseln. Oft ist der Köderwechsel der Schlüssel zum Erfolg.

Die besten Köder, welche sich bewährt haben, sind:

  • Tauwurm
  • Mistwurm
  • Boilie
  • Made
  • Mehlwürmer
  • Mais
  • Brotflocke
  • Fleisch wie Leber
  • Garnele
  • Forellenteig
  • Hanf
  • Muschelfleisch
  • Schnecken
  • Weizen
  • Kombiköder

Gerade durch die Bewegung der Naturköder, wie der Made oder dem Wurm, ist der Köder besonders reizvoll für die Made. Aber man sollte auch immer ein wenig Experimentierfreudigkeit mitbringen. Wenn bestimmte andere Fische nerven und die Schleie sich nicht blicken lässt, dann hilft nur ein anderer Köder. Sollten die Barsche einem die Würmer klauen, dann testet man den Erfolg mit Mais. Wenn die Plötzen einem die Maden wegfressen, dann steigt man auf Würmer um. Daher kann man sagen, dass der Köder nicht nur mit der Schleie direkt etwas zu tun hat, sondern auch immer von ihren Nahrungskonkurrenten abhängt.

Mais als Köder

Wie schon erwähnt, kann Mais einmal am falschen Gewässer ein schlechter Köder sein und sollte nie zu stark eingesetzt werden. Jedoch, sobald die Schleien sich an den Mais, durch die andere Fische angefüttert werden, gewöhnt haben, steht dem Fangerfolg nichts mehr im Wege. Wer hier die Bisse von kleinen Weißfischen vermeiden will, der nimmt nicht nur ein Maiskorn, sondern mehrere. Man kann hier sogar eine ganze Kette installieren. Übrigens muss man nicht gelben Mais nehmen, versucht es doch mal mit rotem oder orangefarbenem Mais.

Es kann nie schaden, am Schleiengewässer ein wenig Mais mit  dabei zu haben. Wenn die eigentlich besten Köder, nämlich Würmer, keinen Erfolg haben, dann kann das Maiskorn glänzen. Der beste Maisköder ist der weiche Gemüsemais. Dennoch kann manchmal im Futterkonkurrenten auszuschließen auch der harte Futtermais attraktiv sein. Denn den besonders harten Mais verschmähen die kleinen Friedfische. Man darf aber nicht vergessen, diesen vorher aufzukochen und ein paar Tage quellen zu lassen. Daher kommt nicht nur für kleine Weißfische, sondern auch für mich Futtermais nicht in Frage.

Wurmköder

Ob der Tauwurm, Mistwurm oder Rotwurm das Rennen macht, hängt vom Gewässer, der Jahreszeit und der Schleie selbst ab. Auf jeden Fall sind Würmer meiner Meinung nach die besten Köder zum Schleien angeln. Es spricht auch nichts dagegen diese mal zu kombinieren. Durch die starken Bewegungen erwecken sie besonders schnell die Sinne der Schleie. Leider kann man sich bei Würmern nicht nur andere Weißfische einhandeln, sondern auch den Barsch. Hier gilt es zu testen, wie lästig die ungewünschten Bisse sind. Rotwurm und Mistwurm sind bekanntlich nicht die größten, daher kann man oft die Fremdbisse, bis auf den Barsch,durch einen schönen fetten Tauwurm vermindern. Es gibt einige Angler, die dem Wurm für ein wenig Auftrieb zusätzlich mit einer Spritze Luft injizieren.

Maden als Erfolgsrezept

Maden sind auch beim Schleien angeln hoch im Kurs. Sie entsprechen nicht nur den natürlichen Nahrungsressourcen der Schleie, sondern fallen durch ihre helle Farbe besonders gut auf. Wer will, kann auch Pinkys: also eingefärbte Maden nehmen. Leider sind sie auch für andere Weißfische hervorragend als Futter geeignet, daher sind Maden mit Vorsicht zu genießen.

Kombiköder mehr Auswahl

Je nach Situation sind auch Kombinationen sinnvoll. Beispielsweise wird ein Maiskorn allein nur Aroma und Sichtbarkeit verleihen, aber nie die Reize einer Wurmbewegung ausführen. Daher kann man ein Maiskorn durch Hinzufügen eines Wurms oder einer Made deutlich aufwerten. Aber auch die Kombination aus Made und Wurm ist bei der Schleie gerne gesehen.

Feedern Lockfutter

Mehlwürmer

Der Mehlwurm ist kein Wurm, sondern eine Larve. Aus jedem Mehlwurm sollte eigentlich ein Mehlkäfer werden, solange er nicht vorher im Wasser gebadet wird. Mehlwürmer halten die üblichen Fressversuche kleiner Fische sehr gut aus. Doch auch der Karpfen findet die Leckerbissen gehaltvoll.

Boilies

Schleien sind in der Regel durch die Karpfenbestände an Boilies gewöhnt. Wenn man Schleien vor Ort hat und es sich gleichzeitig um Karpfengewässer handelt, dann kann man mit Boilies sehr gut fangen. Bei den Boilies ist man zumindest mit den kleinen Weißfischen auf der sicheren Seite, aber sie werden natürlich auch Karpfen auf den Speiseplan rufen. Die Herausforderung ist hierbei, die richtige Härte des Boilies zu finden. Schleien mögen tendenziell eher einen weichen Boilie, dieser könnte aber auch von Weißfischen genommen werden. Daher gilt es, hier ein wenig zu testen. Genauso verhält es sich mit der Größe – kleine fangen besser. Wer leckere Rezepte mit maximaler Fangpower sucht, der guckt im passenden Beitrag Boilie Rezepte.

Boilies

Brot – einfach, aber gut

Brot ist nicht nur günstig und überall zu beschaffen, sondern fängt auch noch verdammt gut. Leider weicht es schnell auf und wird dann auch von anderen Fischen gefressen. Man sollte von vornherein auf große Brotstücke achten. Einige machen die Kruste am Brot ab, dabei gibt gerade dieser härtere Bereich einen super Befestigungspunkt für den Haken. Durch die Kruste fliegt das Brot bei guter Konsistenz auch über weite Strecken sicher am Haken. Älteres Brot verliert leider schnell seine Eigenschaften, sei es Geschmack oder Beschaffenheit. Wer mehr Aufsehen erregen will, der gibt auch dem Brot noch zusätzliches Aroma.

Teig

Ihr könnt Teig einfach selber machen, dazu braucht man gar nicht viel außer Weißbrot wie Toast oder Brötchen. Wer wenig Wasser nimmt, der hat eine zähere Konsistenz. Auch hier kann man wie beim Angeln mit Brot ruhig ein kräftiges Aroma wählen. Wer es schneller möchte, der kann beispielsweise auch fertigen Forellenteig kaufen oder ihn selber machen. Dieser basiert in der Regel auf Forellenpellets, dadurch hat der Forellenteig enorm hohe Proteinwerte. Gebt ein wenig Weizenmehl und Eigelb dazu und knetet das Ganze gut durch bis es eine einheitliche glatte und geschmeidige Teigmasse wird.

Fleisch für den großen Hunger

Schleien sind zwar Friedfische, aber haben dennoch großen Appetit, wenn es um fettige Fleischstückchen geht. Dabei schneidet man das Fleisch einfach in 10-20 cm große Würfel und schon kann es losgehen. Schwierig ist das Auswerfen mit Fleisch am Haken, da einige Stücke immer wieder vom Haken fliegen. Wem das Fleisch von der Konsistenz zu weich ist, der kann es leicht anbraten, so dass es etwas härter ist und besseren Halt findet.

Garnelen etwas exotisch

Ich selber habe es noch nicht getestet, aber angeblich sollen Garnelen die geheime Zutat beim Schleien angeln sein. Das kommt scheinbar vom Duft und dem Erscheinungsbild. Denn eine Garnele ist wie der Mais besonders gut sichtbar. Aber nicht nur das, eine Garnele hat im Gegensatz zum Fleisch auch noch guten Halt am Haken.

Köder und Chancen nach Jahreszeiten

Nicht alle Köder fangen zu jeder Jahreszeit gut. Grundsätzlich kann wohl jeder Köder zu jeder Jahreszeit verwendet werden, doch wer seinen Köder in der richtigen Jahreszeit ausspielt, wird mehr Erfolg haben.

KöderZeitraum
Boiliesganzes Jahr
Fleischganzes Jahr
Tauwürmerganzes Jahr
GarnelenMärz bis Oktober
BrotMai bis August
TeigMärz bis August
MaisMai bis August

Schleien im Winter zu angeln ist nicht die leichteste Aufgabe. Hier ist es immer praktisch, wenn die Sonne intensiv rauskommt und bestimmte Stellen erwärmt. Im Frühjahr geht die neue Saison los und hier hat man auch den größten Vorteil, wenn man auf die ersten warmen Tage wartet. Dann tummeln sich Insektenlarven und andere Nahrung, welche wieder aktiv wird. Endlich kann die Schleie wieder richtig fressen. Die Erfolgsquote steigert sich meistens Richtung Herbst, da die Schleie zu dieser Jahreszeit in der Natur unglaublich viel Nahrung findet und aufnimmt. Die besten Fangzeiten sind also von März bis Oktober.

Schleie angeln Montage

Bei der Schleie gibt es eine ganze Menge Montagemöglichkeiten und Angelmethoden, angefangen beim Grundangeln mit Boilies am Haar, Feedern, Stippfischen oder beim Posenangeln mit dem Waggler als Liftmontage. Wichtig ist beim Schleien angeln, dass die Montage sehr leicht ist. Die Schleie befühlt und berüsselt den Köder möglicherweise ohne einen Biss zu setzen, wenn es zu viel Widerstand gibt. Dann kann die Schleie auf und davon sein. Eine der größten Schwierigkeiten beim Angeln auf die Moosgrünen ist gar nicht mal, von anderen Fischen leergefressen zu werden, sondern zu wissen, wann die Schleie tatsächlich zubeißt.

Oft ist der Köder schon eine Weile im Maul und dann setzt der Biss erst ein. Wer hier zu früh den Anhieb setzt und dieser nicht funktioniert, wird die Schleie wohl so schnell nicht wiedersehen. Oft kommt es vor, dass die Schleie den Köder schon längst tief geschluckt hat und der Haken nicht im vorderen Maul hakt. In solchen Fällen braucht man immer dringend eine Lösezange, die einem hilft den Fisch vom Haken zu befreien.

Waggler Montage

Stippfischen Montage

Feeder-Montage

Feeder-Montage

Schnurstärke

Damit die Montage, je nachdem welche man wählt, auch funktioniert, sollte man erstmal die richtige Ausrüstung hierfür haben. Als Angelrute eignet sich eine Feederrute, eine Stippe oder eine Matchrute. Wie in den meisten Fällen hat man bei der Schnur wieder einmal die Auswahl zwischen geflochtener Schnur und monofiler Schnur. In unserem Beitrag: Welche Angelschnur für welchen Fisch zeigen wird die genauen Unterschiede. Bei der monofilen Angelschnur kann man eine Stärke zwischen 0,18 – 0,25 mm wählen, bei einer geflochtenen entspricht es 0,06 bis 0,08 mm. Der Nachteil der monofilen Schnur ist in diesem Fall die Dehnung, welche sich bei der Flucht der Schleie als schwierig erweist. Besonders, wenn die Schleie versucht in besonders krautigen Regionen oder Hindernissen eine Zuflucht zu finden.

Wer mit einem normalen Laufblei auf Grund angelt, der riskiert, im Schlamm zu versinken, denn hier stehen die Schleien bekanntlich. Hierbei hilft das Tiroler Hölzel. Dieser bebleite Luftschlauch richtet sich am Boden auf. Man kann aber auch ganz simpel Schleien angeln – mit der freien Leine. Da die Schleie sehr scheu ist, ist jedes lautere Eintreffen eines Wurfes ein Risikofaktor, dass man sie verjagt hat. Daher kann man auch ohne Blei werfen. Die Fische spüren bei der Köderaufnahme keinen Widerstand und der Köder trifft ohne Schreckgefahr das Ziel. Leider verliert man so natürlich auch die Reichweite.

Hakengröße

Bei der Hakengröße kann man beim Schleien angeln eine Größe zwischen 4 und 16 nehmen. Je kleiner die Zahl ist, desto größer ist der Haken. Sprich, wenn man einen 16er Haken nimmt, dann bestückt man ihn mit Maden, wenn man einen 10er Haken wählt, dann findet auch ein schöner dicker Tauwurm Platz. Achtet auf stabile Haken die sich nicht so schnell verbiegen.

Die perfekte Stelle zum Schleien angeln

Schleien gibt es nicht in jedem Gewässer und wenn, dann nur an bestimmten Stellen. Die Schleie ist nicht nur scheu, sondern mag es auch gut getarnt. Wenn man sich die Schleie ansieht, was liegt da wohl näher, als zwischen dem Grün der Unterwasserpflanzen im Schlamm nach Nahrung umzusehen. Genau hier müssen wir hin! Man kann sich mit bloßem Auge im Uferbereich nach Anzeichen für das Vorkommen von Schleien umschauen. Vegetation unter und über Wasser sind immer schon eine gute Voraussetzung, egal ob krautige Unterwasserpflanzen, Schilf am Ufer und Seerosenfelder. Es muss auch nicht immer ein großer See sein, gerade kleine Seen und sogar Teiche bieten häufig die besten Hotspots. Wer sich mit dem Auge nach Schleien umsieht, der sollte vor allem auf aufsteigende Blasen und Bewegung der Vegetation achten. Sicher können Blasen auch durch andere Fische oder Pflanzen verursacht werden. Blasen vom Karpfen sind aber meistens größer und großflächiger.

Schleie Fangzeit

Das Schleien angeln ist aber nicht nur von der richtigen Stelle abhängig, sondern geht immer einher mit der Wassertemperatur, der Jahreszeit und den örtlichen Gegebenheiten. Obwohl man die Schleie tendenziell eher morgens angelt, kann es bei kalten Wassertemperaturen sein, dass sie auf die Mittagssonne wartet, um ihre Nahrung zu sich zu nehmen. An sehr heißen Tagen, kann der Abend und die Nacht besser laufen. Wie immer bleibt eine Restportion Glück. De Schleie ist sowohl beim Sauerstoffgehalt als auch bei der Wassertemperatur sehr robust. Wenig Sauerstoff und hohe Temperaturen machen ihr nichts aus, angeblich überlebt sie versteckt im Schlamm sogar komplett durchgefrorene Gewässer. Im Winter gehen die Schleien an die wärmsten Stellen, um sich dort im Schlamm einzubuddeln.

Da die Schleie auf der Suche nach Käfern, Larven, Insekten und Würmern ist, braucht sie auch immer einen Ort, der diese Nahrung liefert. Daher ist nicht nur die Wasserbepflanzung eine wichtige Voraussetzung, sondern auch das Wachstum am Ufer. Stehen hier überhängende Bäume, ein weit ausladendes Gebüsch, dann kommt das der Schleie gerade recht.

Schleie angeln Video

Wie immer wollen wir euch thematisch passende Videos nicht vorenthalten.

Schleie essen

Die Schleie ist nicht nur besonders schwer zu fangen, sondern schmeckt hervorragend. Eine echte Delikatesse des Süßwassers. Wir werden definitiv eine Rezept-Special als Beitrag machen. Es lohnt sich also, immer wieder mal einen Blick auf unseren Angelblog zu werfen 🙂

Schleien angeln – Montage, Tipps und Köder
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