Die Makrele ist ein beliebter Speisefisch und wird daher auch gern und viel geangelt. Der Schwarmfisch lebt im Salzwasser in teils riesigen Schwärmen. Im Winter ziehen sie sich zurück und fasten, um im Frühjahr wieder die Gebiete an den Küsten des Nordatlantiks, die Nordsee, die Ostsee und das Mittelmeer und Schwarze Meer zu besiedeln. Um sie zu fangen, sollte man sich im Sommer an die Gewässer begeben, denn dann sind sie in großen Schwärmen zum Beispiel an der Nordsee zu finden. Dem leckeren Speisefisch wollen wir heute unser Fisch-Portrait widmen und uns die Lebensweise, die Fortpflanzung und natürlich auch die Fangmethoden auf Makrele ansehen.

Makrele Steckbrief

Synomyme: Atlantische Makrele, Gemeine Makrele
Englischer Name: Mackerel
Wissenschaftlicher Name: Scomber scombrus
Ordnung: Stachelflosser
Familie: Makrele und Thunfische (Scombridae)
Größe: maximal 70 Zentimeter
Gewicht: maximal 1 Kilogramm, durchschnittlich 500 Gramm
Alter:  bis zu 17 Jahre
Körperbau: langgestreckt, torpedoartig
Schuppen: kleine Schuppen
Farbgebung: grün, blau
Flossenformel: VIII-XIV/113, A I/12-13
Maul: endständig
Augen: sehr groß mit schwarzer Pupille
Nahrung: saisonabhängig Plankton, Kleintiere und Fische
Laichzeit: Mai bis Juli
Laichort: Kattegat, an der Wasseroberfläche im Freiwasser
Hauptfangzeit: Mai bis September
Angeltechnik: Brandungsangeln, Bootsangeln, Spinnfischen
Schnur: monofil oder geflochten

Vorkommen und Lebensweise der Makrele

Die Makrele ist ein Kaltwasserfisch, der es aber doch lieber etwas wärmer liebt, und ist vom Nordatlantik bis zur Westküste Europas, im Mittelmeer und sogar im Schwarzen Meer verbreitet. SIe lebt in den Sommermonaten vor allem in Küstennähe. In unseren Breiten findet ihr sie häufiger in der Nordsee als in der Ostsee. In den Subtropen begegnet uns eher die kleinere Form des Atlantikfisches – die spanische Makrele. Die Begrenzungslinie des Lebensraums der Makrele ist die Tiefseekante der Nordsee. Makrelen sind äußerst wendige und schnelle Fische, die immer in Bewegung sind. Die Schwarmfische bilden große Schulen mit tausenden ihrer Artgenossen, um wie ein einziger Organismus zu wirken und so Fressfeinde und Räuber abzuschrecken.

Makrele Aussehen und Merkmale

Aussehen und Merkmale der Makrele

Die Makrele ist eng mit dem Thunfisch verwandt und wird manchmal auch als die Raubkatze unter den Fischen bezeichnet. Das liegt zum einen daran, dass sie geschwind wie ein Gepard ist und zum anderen gemustert wie iein Tiger. Sie leuchtet blau-grün auf dem Rücken und glänzt silbern am Bauch. Zum Tiger wird sie durch die markanten schwarzen Streifen auf ihrem Rücken. Der Körper ist sehr langgestreckt, fast torpedoartig. Er ist seitlich abgeflacht und verjüngt sich deutlich nach hinten. Der Kopf der Makrele läuft vorne spitz zu und endet in einem fast endständigen Maul, welches bezahnt ist. Der Fisch hat ziemlich große Augen mit schwarzen Pupillen.

Makrelen haben zwei Rückenflossen, wobei die erste etwas höher als die zweite ist. Direkt unter der zweiten Rückenflosse sitzt die Analflosse. Die Schwanzflosse der Makrele ist sehr tief gegabelt und recht groß. Hinter der zweiten Rückenflosse stehen 4 bis 6 kleine einzelne Flossen, auch Flössel genannt. Fünf davon sitzen auch noch einmal unten hinter der Analflosse am Schwanzstiel. Makrelen werden bis zu 70 Zentimeter groß. Meist liegt ihre Größe aber zwischen 30 und 50 Zentimetern. Sie wiegen dann meist um die 500 Gramm.

Die Makrele besitzt keine Schwimmblase. Deswegen muss sie fortwährend in Bewegung bleiben, um genug Sauerstoff aufnehmen zu können und nicht zu Boden zu sinken. Aufgrund der fehlenden Schwimmblase können Makrelen recht schnell ohne Druckausgleich ins tiefe Wasser abtauchen. Durch ihre hohe Beweglichkeit und Wendigkeit kann die Makrele Fressfeinden wie Delfinen, Haien und Thunfische schnell entkommen.

Ernährung der Makrele

Makrelen halten Winterruhe. In dieser Zeit ziehen sie sich in tiefere Gewässer zurück und nehmen keine Nahrung zu sich. Im Frühjahr kommen sie wieder hervor und wandern zum Laichen ins Freiwasser und näher an die Küsten heran. Sie ernähren sich zunächst meist von Plankton. Dann kommen kleine Krebse und Schnecken hinzu. Schon während der Laichzeit und auch danach steigt der Nahrungsbedarf der Makrelen stark an. Dann zieht es die Fische in die Nähe von Heringen, Dorschen und anderen Friedfische, auf deren Nachwuchs die Makrelen gezielt gehen, um die kleinen Sprotten und anderen Babyfische zu verspeisen.

Die Fortpflanzung der Makrele

Mit ungefähr drei Jahren werden Makrelen geschlechtsreif. Die räuberischen Fische wandern im Mai in eines ihrer drei großen Laichgebiete: die Nordsee, in die Küstengewässer südlich und westlich von Irland und vor die Küste Portugals und Spaniens. Die Wassertemperatur muss für das laichen mindestens 11 bis 14 Grad betragen. Dann legen die Rogner bis zu 500.000 Eier im Freiwasser an der Wasseroberfläche ab. Schon nach 5 Tagen schlüpfen die Larven und ernähren sich eine zeitlang vom Dottersack ehe sie zu Plankton übergehen. Die Jungfische wandern im Herbst in tiefere Gewässer ab und wachsen binnen eines Jahres zu einer Größe von 20 Zentimetern heran.

Makrele als Steckerlfisch

Makrele als Speisefisch

Die Makrele schmeckt sowohl gegrillt oder gebraten als auch geräuchert unglaublich gut. Sie gehört nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den fettreichsten Fischen auf unserem Speiseplan. Allerdings ist das Fett, auch wenn es im Herbst bis zu 30 Prozent betragen kann, alles andere als ungesund. Die Makrelen haben einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und einen hohen Vitamin-B12- und A-Gehalt.

Das Fleisch der Makrele ist etwas rötlich und sehr geschmacksintensiv. Der Fisch ist leicht zu entgräten und wird oft im Ganzen geräuchert oder im Ofen zubereitet. Man findet sie aber auch oftmals als Steckerlfisch über Holzkohle gegrillt. Mit mediterranen Kräutern und Zitrone schmeckt sie Makrele besonders gut. Zum Dämpfen oder Pochieren eignen sich Makrelen nicht, denn sie benötigen eine starke und trockene Hitze. Makrelen werden auch roh als Sushi verspeist.

Makrele angeln

Wenn ihr Makrele angeln wollt, dann solltet ihr euch den Sommer dafür aussuchen. In dieser Jahreszeit fressen die getigerten Torpedos unheimlich viel und werden schön groß und fett. Für Makrelen, die geräuchert werden sollen, empfehlen wir euch die Monate September bis November, wenn der Fettgehalt der Tiere mit bis zu 30 Prozent am höchsten ist. Doch ihr müsst dann schnell sein, denn auch ab September wandern die Fische wieder in tiefere Gewässer ab und sind nicht mehr in Küstennähe zu finden. Am besten fahrt ihr mit einem Boot raus und folgt den Möwen. Denn wo sie in großen Schwärmen auftreten, sind Makrelen nicht weit entfernt.

Makrelen sind aber nicht im flachen Gewässer zu finden, auch wenn sie in Küstennähe schwimmen. Ihr findet sie in Wassertiefen ab zehn Meter. Seid ihr überzeugte Uferangler, dann werdet ihr in der Nordsee und im Kattegat kaum Glück haben. In Skandinavien, Großbritannien und Irland werdet ihr fündig, wenn ihr an den Felsküsten, welche von tiefem Wasser umströmt werden, angelt.

Meist will man ja etwas mehr als nur eine Makrele angeln. Deswegen empfehlen wir euch, an einem sonnigen Tag mit einer längeren Bootsrute auf einem Nordseekutter zu sitzen und mit einem Birnenblei und einem Makrelenpaternoster ausgestattet, auf die Fische zu gehen. Die Makrelenvorfächer sind meist mit  sechs federgeschmückten Haken versehen, an denen an guten Tagen ebensoviele Fische wie wild zappeln. Spannender ist das Spinnfischen oder FLiegenfischen auf Makrele. Dafür müsst ihr aber wieder nach Skandinavien, am besten in die Fjorde. Wir werden uns natürlich mit dem Makrelen angeln noch in einem speziellen Beitrag detaillierter beschäftigen.

Makrele – der Torpedo der Meere im Fischportrait
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