Gerade bei vielen Einsteigern im Angeln gibt es oft Verwirrung, was die Bezeichnungen auf den Angelruten bedeuten und wo die Unterschiede liegen. Eine Angelrute ist doch eine Angelrute, oder? Leider ist es nicht so leicht und neben unglaublich vielen Markennamen, Ausführungen und Abkürzungen ist nicht jede Angelrute ideal für jeden Fisch und jedes Gewässer. Hier hat man es als Anfänger schwer, wirklich durchzublicken. Damit die Verwirrung ein Ende hat, kommt unser neuer Blogbeitrag zum Thema Angelruten Arten.

Natürlich wird es für die alten Hasen unserer Leser nicht viel Neues geben, aber vielleicht nutzt ihr die Gelegenheit und frischt euer Wissen auf. Vielleicht entdeckt ihr sogar einen Fehler und gebt uns Bescheid. Damit helft ihr nicht nur uns, sondern auch allen, die gerade anfangen – Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.

Angelruten Abkürzungen, Beschriftung und Beschreibung

Viele Hersteller haben die merkwürdige und – ich sage mal – nicht gerade Klarheit schaffende Angewohnheit, Abkürzungen und verschiedene Maßeinheiten zu nutzen. Zum einen werden Abkürzungen wie die vielleicht noch nachvollziehbare „wg“ für Wurfgewicht verwendet oder es wird nicht angegeben, ob es sich um englische Maße oder deutsche Maßeinheiten handelt. Mit ein wenig Erfahrung und den Infos aus diesem Kapitel wird euch der Durchblick ganz leicht fallen.

Angaben auf Fliegenrute

Angaben auf Fliegenrute

Hier nun eine Liste der häufigsten Abkürzungen. Sollte eine nicht enthalten sein, dann hinterlasst einfach einen Kommentar und wir helfen weiter.

  • action – bezieht sich auf die Biegekurve
  • AFTMA – Angabe der Klasse auf Fliegenruten – bestimmt über das Gewicht der Schnur
  • AX, BX, CX – Angelruten-Generation bei Shimano – Vorderer Buchstabe folgend mit X wird für jede neue Serie weitergeführt
  • Ft – englische Maßeinheit für „Foot“ (Fuß) – die Angabe findet man in der Regel auf Matchruten, Fliegenruten, Karpfenruten, Stippruten (bei langen Angelruten)
  • Lbs – lateinische Gewichtsangabe libras – kann unterschiedliche Bedeutungen haben, entweder bezogen auf die Biegekurve oder empfohlene Tragkraft der Schnur
  • Oz – englische Gewichtseinheit – steht für Unze
  • Sec – Sections – Anzahl der Teile – ideal ist es 20% unter dem Gewicht zu bleiben
  • UL, L, ML, M, MH, H, UH – Härte der Rute – Ultralight, Light, Medium Light, Medium, Medium Heavy, Heavy, Ultraheavy
  • Wg, Wgw, Cw (Castweight) – Wurfgewicht – optimales Gewicht aus Köder und Gewicht
Abkürzung Wurfgewicht Zanderrute

Abkürzung Wurfgewicht Zanderrute

Ruten-Aktion

Die Aktion einer Rute ist auch immer ein großes Rätsel, dabei erklären sich die Begriffe Spitzenaktion, Semiparabolische-Aktion und Parabolische Aktion mit einer Grafik wie von selbst.

Rutenaktion

Angelruten Typen

Angelruten Arten gibt es viele, oft verschwimmen die Grenzen zwischen Begriffen wie Steckrute, Hechtrute und Spinrute. Damit wir hier einen Überblick gewinnen, klären wir erstmal über die unterschiedlichen Namen auf.

Die Angelruten Arten im Detail

Sehen wir uns die unterschiedlichen Angelruten Arten genauer an. Damit ihr die Angelrute perfekt auf den Zielfisch, die Angeltechnik und den Köder abstimmen könnt, erklären wir die Vorteile und Nachteile der Angelruten Arten.

Angelruten Übersicht – welche Angelrute für was?

Oft lesen wir Fragen wie:“ Welche Angelrute für Hecht?“, welche sich so ganz einfach nicht beantworten lassen, da es auch darauf ankommt, wie man ihn fangen möchte und wie groß er wird. Damit ihr aber einen Überblick bekommt, für welchen Fisch man am besten welche Angel wählt, haben wir eine Übersicht ausgearbeitet.

Angelrute für Meerforelle

Steckrute

Eine Steckrute sagt noch nichts darüber aus, welches Wurfgewicht man hat oder auf welchen Zielfisch man angelt. Im Grunde beschreibt es nur den Aufbau der Angel. In der Regel haben Steckruten 2-3 Teile, welche ineinander gesteckt werden. Es gibt kleine Friedfischruten oder große Raubfischruten.

Teleskoprute

Der Hauptgrund mit einer Teleskoprute zu angeln, bzw. sich eine zu kaufen, ist das geringe Packmaß. Der Aufbau der Teleskopangel besteht nicht wie bei der Steckrute aus vielen Teilen, welche erst ineinander gesteckt werden müssen. Sie besteht zwar auch aus mehreren Teilen, aber diese unterschiedlich großen Teile sind bereits ineinander montiert und lassen sich so weit einschieben, dass die Angel eingefahren nur so groß wie das erste Hauptstück ist.

Die Montage braucht nicht viel Platz und ist schnell erledigt. Wichtig ist, dass man die Teleskopteile auch wirklich richtig auseinander zieht, da die Rute ansonsten nicht stabil ist. Außerdem werden durch das Aus- und Einfahren die Ringe belastet. Die Aktion der Angelruten ist bei den günstigen bis normalen Modellen deutlich schlechter als bei Steckruten. Durch den großen Ringabstand entsteht beim Werfen und Drillen eine sehr große Reibung für die Schnur. Auch das Gewicht ist in den meisten Fällen sehr viel schwerer, als das der Steckrute.

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Baitcaster-Rute

Baitcaster-Ruten oder Triggerruten sind in der Regel ein- bis zweiteilig und im Vergleich zu anderen Angelruten Arten nicht sonderlich lang. Die längsten Baitcasterruten, die mir bekannt sind, haben eine Länge von 210 cm. Triggerruten haben an der Unterseite des Rollenhalters einen Pistolengriff – den Trigger (auch Revolvergriff), welcher eine abzugartige Fingerstütze ist und einem die Handhabung deutlich erleichtert. Die Griffstücke sind handlich, aber sehr kurz. Charakteristisch ist ein stabiles Rückgrat und eine semiparabolische Rutenaktion. Die passenden Multirollen sind sehr klein und werden oberhalb der Rute angebracht. Vom Boot kann man besonders gut Hecht und Zander als Zielfisch wählen, aber auch das Angeln vom Ufer ist möglich.

Ganz wichtig ist beim Kauf, dass Angelrute und Angelrolle zusammenpassen. Die Ringe der Angelrute sind nämlich auf Baitcastrollen ausgelegt. Mehr Informationen erhaltet ihr unter Angeln mit der Baitcaster. Da die Baitcaster oben sitzt, sind die Ringe nicht wie bei normalen Angeln auf der Unterseite.

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Bologneserute

Bologneseruten sind genau genommen auch eine Form von Stippruten (mit dem Unterschied, dass sie Ringe haben). Sie gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Es gibt Modelle als Teckrute und als Teleskoprute. Die gewöhnliche Länge liegt zwischen 400 und 800 cm – das Wurfgewicht 5-30 Gramm. Ausgezeichnet für die Bologneserute ist die sehr feinfühlige Rutenspitze und das starke Rückgrat. Die Bologneserute ist beringt und hat in der Regel einen Klapprollenhalter. Die leichteren Ruten werden zum Angeln auf Friedfische wie Lauben, Rotaugen, Rotfedern und kleine Karpfen genutzt. Die schweren Modelle können auch bei Barsch angeln und Zander angeln verwendet werden.

Die Bologneserute ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit sehr beliebt, aber auch die kleine Transportlänge ist unschlagbar. Eine Bologneserute mit einer Länge von 7 Metern ist eingefahren nur 120 cm lang. Man kann sie sowohl Experten als auch Anfängern empfehlen. Für das Angeln mit der Bologneserute verwendet man eine passende Stationärrolle (1000 bis 2500). Eine mögliche Angeltechnik ist es, wie mit einer Stellfischrute den Köder direkt unter der Rutenspitze zu positionieren.

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Bootsrute

Bootsruten ab 50 lbs sind die ideale Wahl beim Angeln vom Boot in großer Tiefe bzw. beim Big Game Fischen. Charakteristisch sind die Doppelstegringe und der Griff aus Moosgummi. Die Bootsruten sind mit 210-270 cm nicht sonderlich lang. Die Testkurve bei Bootsruten liegt zwischen 12 und 130 lbs. Es gibt auch eine Inlinevariante (Schnurinnenführung) der Angelrute, welche die Schnur im Blank führt und so die Gefahr einer Perücke deutlich verringert. In der kalten Jahreszeit bekommt man allerdings hier mit dem Frost Probleme, da der einwandfreie Schnurlauf blockiert wird.

Es gibt Bootsruten für Salzwasser und Süßwasser, welche unterschiedliche Zielfische angehen. Als Schleppangler kann man im Süßwasser auf Zander, Wels und Hecht gehen. Der Begriff Bootsrute wird sehr allgemein gebraucht und es kann sich hierbei beispielsweise um eine Pilrute oder Spinnrute handeln. Also kann man mit einer Bootsrute für Salzwasser vom Boot Dorsch oder auch den schnellen Seelachs jagen. Mit einem Kreuzabschluss hat man die Möglichkeit, einen Bauchgurt zu befestigen. So geht man bei der überschwänglichen Jagd nach Heilbutt, Leng und Großdorsch nicht über Bord. Wer sich fürs Dorschangeln interessiert, findet bei uns den passenden Ratgeber.

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Brandungsrute

Brandungsruten haben eine enorme Länge, damit man ausreichend Wurfweite erzielt und an den Zielfisch überhaupt rankommt. Üblich sind 390 bis 420 cm. Sie sind auch sehr stabil, weil sie gerade beim Auswerfen mit Wurfgewichten von 100-250 g zurechtkommen müssen. Daher ist die Aktion der Brandungsrute semiparabolisch. Unglaubliche Würfe von bis zu 100 Metern sind hier möglich. Ein Erkennungsmerkmal, neben der Länge, ist der sehr große Ringdurchmesser und der weite Abstand zwischen Leitring und Rollenhalter. So gleitet die Angelschnur ohne Zwischenfälle von der Rolle. Natürlich gibt es in unserem Blog auch noch mehr Infos über das Brandungsangeln.

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Eisrute

Die schon lustig anmutende Eisangel wird auch Pimpel genannt. Da man hier an einem kleinen Eisloch ausharrt, braucht man keine lange Angelrute, um große Wurfweiten zu erzielen. Die Länge liegt bei 30 bis 50 cm und der Griff kann entweder mit Kork oder Plastik bedeckt sein. Die feine Rutenspitze zeigt sofort jeden Biss an. Es gibt Modelle mit und ohne Rolle. Die Rollen werden auch als Achsrollen oder Nottinghamrollen bezeichnet. Es gibt bei den Angelruten Spezialausführungen, welche einen großen Spitzenring haben. Dieser soll das Festfrieren der Angelschnur vermeiden. Theoretisch kann man auch mit anderen Angelruten Arten Eisangeln. In unserem passenden Beitrag Eisangeln, erfahrt ihr alles Wissenswerte.

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Feederrute

Feederruten sind spezielle Angeln, die aus das Feedern ausgelegt sind. Hierbei angelt man am Grund des Gewässers mit einem zusätzlichen Futterkorb. Von der kleinen Ukelei bis zum großen Karpfen kann man mit der passenden Feederrute gezielt fischen. Die Spitze ist besonders biegsam und sensibel. Üblich ist, dass man, egal ob Teleskoprute oder Steckrute, die Spitze austauschen kann und auch gleich beim Kauf unterschiedlich starke Spitzen mitgeliefert bekommt.

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Unterschiedliche Farben kennzeichnen, wie sensibel die Spitze ist. Leichte Feederruten werden in Standgewässern eingesetzt, Heavy-Modelle auch bei stärkerer Strömung und in großen Gewässern. Auch das Wurfgewicht unterscheidet sich natürlich. Der Maßstab geht hier von UL Ultralight bis UH Ultraheavy, mit einer schweren Feederrute kann man Wurfgewichte von bis zu 200 g locker auswerfen. Die Ruten können über 400 cm lang sein. Es gibt auch Sondermodelle wie den Multifeeder, welcher über eine Schwingspitze verfügt.

Feederrute

Feederrute mit unterschiedlichen Spitzen

Fliegenrute

Das Aussehen einer Fliegenrute kann man sofort von anderen Angelruten Arten unterscheiden. Zwar sind die Fliegenruten in der Regel zweiteilige Steckruten, aber die Rollenaufnahme sieht ganz anders aus. Der Rollenhalter sitzt hier am Ende der Rute und nicht mitten im Griff. Nur bei schweren Zweihandruten liegt die Halterung etwas weiter oben. Die ideale Fliegenrute ist auf den eigenen Stil angepasst und möglichst leicht, da man sie ununterbrochen bewegt. Aber sie muss auch perfekt zur Fliegenrolle passen. Daher findet man auf der Angelrute auch die Gewichtsangabe zur Schnur, bzw. die AFTMA-Klasse.

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Die meisten Hersteller für Fliegenruten geben das Gewicht in oz, also Unzen an. Längenangaben werden in ft Fuß und Inch bezeichnet. Wenn auf der Fliegenrute 8´9 steht, dann habt ihr eine Fliegenrute die 8 Fuß und 9 Inch lang ist. Wer mehr über die Schnurklassen erfahren möchte und sich für das Angeln mit der Fliege interessiert, der wird fündig im Beitrag Fliegenfischen für Anfänger.

Griff Fliegenrute

Griff Fliegenrute

Grundrute

Die Grundrute verrät bereits in ihrem Namen, was man mit ihr vor hat. Die Grundrute gibt es als Steckrute und Teleskoprute. Oft sind die Grundruten gängige Allroundruten, welche beim Fang auf Karpfen, Brassen, Zander und Hecht zum Einsatz kommen. Im Grunde kann man mit der passenden Grundrute jeden Fisch fangen, von A wie Aal bis Z wie Zander. Ob im Sommer als Grundrute auf Karpfen oder im Winter als stationäre Rute auf Hecht mit Köderfisch, eine gute Grundrute macht Laune. Typisch ist eine Spitzenaktion oder eine semiparabolische Aktion. Auch teleskopierbare Glasfaser-Blanks und besonders die der Steckruten, sind extrem robust und fast nicht zu zerstören. Hier kann man auch als Hindernis mal auf eine Steinpackung geraten.

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Eine ungefähre Übersicht:

  • leichte Grundrute (20-50 g WG) 1,5 lbs Aal, Barsch, Schleie, Forelle, Zander, kleiner Hecht und kleiner Karpfen
  • mittlere Grundrute (40-80 g WG) 2,5 lbs Aal, Karpfen, Hecht, Zander
  • mittelschwere Grundrute (80-150 g WG) 3,5 lbs Hecht, kleiner Wels
  • schwere Grundrute (150-300 g WG) Hecht, Wels
  • Grundrute für Wels (300-600 g + Wurfgewicht)

Jigrute

Im Grunde ist die Jigrute eine Sonderform der Spinnrute, welche zum Angeln mit Twister gedacht ist. Hier erhält man durch eine Spitzenaktion besonders gute Kontrolle über den Köder.

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Karpfenrute

Bei Karpfenruten unterscheidet man auch wieder zwischen Teleskopruten und Steckruten, welche zwei- bis dreiteilig sind. Die Rutenlänge erhält man von 280-400 cm. Charakteristisch ist ein vergleichsweise langes Griffteil, schließlich will man weite Würfe schaffen. Eine gute Testkurve liegt bei 1,5-3,5 lbs. So hat eine sehr leichte Karpfenrute, welche im Stillwasser verwendet wird, bei 1,5 lbs, steifere Ruten für das Angeln in der Strömung bei 3,5 lbs. Die Aktion der Angelrute ist semiparabolisch oder in der Spitze mit starkem Rückgrat. Mehr Informationen findet ihr in unserem Beitrag Karpfenangeln.

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Matchrute

Die dreiteiligen Spezialruten werden beim Matchangeln zum zielgenauen Angeln mit der Pose auf Friedfisch verwendet. Sie sind der Klassiker beim Fischen mit der Pose. Matchruten sind mit einer Länge von 370-420 cm sehr lang. Die Matchrute hat sehr viele besonders kleine Ringe. Wie die Aktion der Rute ist, hängt davon ab, wie groß der Zielfisch ist. Kleine Fische machen eine Rute mit Spitzenaktion sinnvoll, größere Exemplare wie Schleie oder Brasse sind ideale Kandidaten für parabolische und semiparabolische Matchruten. Der Unterschied zur Kopfrute ist, dass mit einer Angelrolle geangelt wird, dadurch hat man genügend Schnurreserven und der Köder kann auch an weiter entlegenden Orten positioniert werden. Länge und Wurfgewicht sind entscheidend bei der Wahl einer Matchrute.

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Pickerrute

Die Pickerrute – auch Winklepicker genannt, oder fast schon eingedeutscht, aber falsch: Winkelpicker – ist verwandt mit der Feederrute. Beide Angelruten Arten haben eine farblich gekennzeichnete Spitze. Dadurch fällt es unter anderem leichter, den Biss frühzeitig zu merken. Mit der Picker Rute angelt man auch auf Grund, aber mit einem deutlich leichteren Futterkorb. Die normale Länge findet sich bei 240-300 cm. Ein übliches Wurfgewicht liegt bei 40 g, dieses geht bis 80 g hoch. Der Einsatzort sind stille Gewässer wie Seen, Teiche und teilweise auch Kanäle. Wer an Gewässern mit Strömung angeln möchte, sollte eine Feederrute nehmen.

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Pilkrute

Wer vom Boot oder Kutter angelt, der setzt gerne auf eine Pilkrute, welche in Kombination mit einem Pilker genutzt wird. Wie lang die Angelrute sein muss, hängt davon ab, wie tief das Gewässer ist. Bis zu einer Tiefe von 20 m wählt man eine Rutenlänge von 270-350 cm – optimal ist ein Wurfgewicht zwischen 100 und 150 g. Wer in tieferem Gewässer oder bei starker Strömung fischt, der nimmt eine kurze Pilkrute mit 270 cm, dafür ist das Wurfgewicht mit bis zu 300 g deutlich höher. Wer mit Beifängern fischt, der sollte darauf achten, dass die Pilkrute eine Spitzenaktion hat, damit sich der Köder optimal führen lässt.

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Posenrute

Natürlich gibt es auch für das Angeln mit der Pose spezielle Ruten, welche im Regelfall eine deutlich weichere Aktion haben. Das dient dazu, dass man den leichten und feinen Köder auswerfen kann. Besonders essentiell ist die passende Rutenlänge, da Posenmontagen sehr lang sein können. Beispielsweise Float Ruten beginnen ab 300 cm aufwärts. Wer auf schwere Fische und Raubfische mit der Pose geht, der sucht sich eine kräftige Rute. Hier findet ihr unseren Beitrag zum Posenangeln.

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Sbirolinorute

Was ein Sbirolino ist haben wir bereits mehrfach erklärt. In den meisten Fällen werden diese Ruten zum Forellenangeln genutzt. Man kann zwischen Teleskop- und Steckrute wählen. Die Ruten sind mit 300-480 cm sehr lang. Das Wurfgewicht ist verhältnismäßig leicht und liegt bei 5-40 g. Mit einem Sbirolino fliegt der Köder mit bis zu 90 m sehr weit. Eine feine Rutenspitze zeigt Bisse umgehend an.

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Spinnrute

Die Spinnrute ist eine meiner Favoriten. Ich nehme eine Steckrute, es gibt sie aber auch als Teleskopruten. Achtet darauf, dass die Rute leicht ist, schließlich habt ihr sie ständig in der Hand und müsst sie viel bewegen. Natürlich steht auch die Qualität und Verarbeitung im Vordergrund. Dabei sollte man besonderes Augenmerk auf die Ringe setzen, da diese sehr stark beansprucht werden und bei günstigen Ruten oft nicht gut gearbeitet sind. Es gibt leichte und schwere Spinnruten.

Die leichten Modelle sind meistens bis zu 240 cm lang und haben ein Wurfgewicht bis zu 20 g. Die Spinnrute ist entweder parabolisch oder semiparabolisch. Man angelt mit diesen Ruten auf mittlere Distanz bis ungefähr 30 m Entfernung. Schwere Spinnruten hingegen sind mit 270-330 cm nochmal deutlich länger. Auch das Wurfgewicht ist mit bis zu 80 g deutlich höher. Die meisten schweren Spinnruten sind semiparabolisch. Schwere Spinnruten sind der ideale Partner für die Raubfischjagd auf kapitale Zander und Hechte. Alles zum Thema Spinnfischen findet ihr auf unserem Blog.

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Hier noch eine Übersicht:

  • ultraleichte Spinnruten (0,5-12 g Wurfgewicht) Forelle und Barsch
  • leichte Spinnrute (5-25 g Wurfgewicht) Forelle, Barsch, teilweise auch Hecht und Zander
  • mittlere Spinnrute (30-80 g Wurfgewicht) Großforelle, Hecht, Zander
  • schwere Spinnrute (90-200 g Wurfgewicht) Hecht, Wels
  • Spinnrute für Wels (200 g + Wurfgewicht) Wels

Stipprute

Oft herrscht Verwirrung, wo der Unterschied zwischen einer Kopfrute und einer Stipprute liegt. Im Grunde sind es beide Stippruten, doch die Kopfrute ist unberingt. Mit der Stipprute gehen die meisten Angler auf Friedfische. Eine Ausnahme hiervon ist das Tippangeln, bei dem mit der Kunstfliege geangelt wird. Stippruten haben eine beeindruckend Länge von bis zu 16 m, gängige Zielfische sind Rotauge, Aland, Rotfeder und Brasse. Damit lange Ruten nicht zu schwer werden, ist das Material Kunststoff und Kohlefaser.

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Bei den Kopfruten muss die Schnur an der Rutenspitze festgemacht werden. Dazu verwendet man einen Wirbel oder ein Gummiband. Das verhindert das Fluchten der Fische. Es gibt sie als Steck- oder Teleskopruten. Wobei Kopfruten als Teleskopvariante meistens nur bis 10 m erhältlich sind. Mit der Kopfrute kann man sehr schön auf weitere Distanz präzise den Köder platzieren. Der Vorteil einer Steckrute ist, dass man auch Schnüre verwenden kann, die kürzer sind als die Stipprute. Bei einem Biss nimmt man einfach die unteren Teile ab. Je kürzer die Schnur ist, desto genauer kann man den Köder setzen. Alle wichtigen Informationen, sowie Tipps und Tricks findet ihr unter Stippfischen.

Stipprute

Stipprute 7 Meter

Fazit – die richtige Angelrute

Als Anfänger braucht man sich nicht für jeden Zielfisch eine eigene Angelrute holen und vor allem sollte man nicht gleich mit dem teuersten Modell starten. Dennoch sollte man sich bewusst machen, dass es keine Angelrute gibt, die sich perfekt für jede Angeltechnik eignet. Daher sollte man ein paar Erfahrungen sammeln und dann eine ungefähre Richtung einschlagen. Ein Gang in den lokalen Angelladen hilft meistens bei der Entscheidung. Hier kann man die Angelruten Arten mal in die Hand nehmen und eine Rolle befestigen. Außerdem bekommt man fachkundige Beratung. Wer Fragen hat, der hinterlässt einfach einen Kommentar.